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Mein digitaler Spielplatz

Reifeprüfung 2.0

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Bereits im Oktober 2020 habe ich mich für ein besonderes Unterfangen angemeldet: Jagdschein! Wochendkurs, pendlerfreundlich (als wenn das heutzutage in Corona-Zeiten relevant wäre - bin eh im Homeoffice), kurzentschlossen. Möge mich bitte niemand nach der Motivation fragen. Der Schwager ist Jäger, die Ex-Schwippschägerin ist Jägerin, mehrere Leute im Dienst sind Jäger - und interessant isses auch. Ich dachte mir, die Natur ist interessant und etwas über sie zu erfahren ist klasse, und mit dem Jagdschein wird man auch gezwungen, sich tatsächlich mal hinzusetzen und ernsthaft zu lernen. Vom Gedanken, tatsächlich einmal mit einem Gewehr auf einem Hochsitz zu hocken und womöglich zu schießen bin ich noch so weit entfernt wie Mars von der Venus. Heute kam nun der erste Stundenplan der Jagdschule. Es geht am 13. März 2021 tatsächlich los, und wenn alles gut läuft, dann finden in der ersten Maiwoche 2021 die Prüfungen statt. Das Ziel ist ambitioniert, der Plan eng gepackt. Was heißt eng gepackt? Nun, am Wochenende (Sa+So) geht es in der Regel um acht Uhr morgens los, und endet kurz vor sechs Uhr abends. Dazu kommen noch Praxisstunden, Schießstunden und Lernstunden am Abend in der Woche. Fast bin ich dankbar für die Corona-Auflagen: Viel Stoff wird voraussichtlich online vermittelt. Da brauche ich nicht ewig mit dem Auto zur Schule fahren … Das Lehrmaterial ist beeindruckend: Viele Lehrbücher, dazu Skripte und Präsentationen. Die Inhalte der Lehrbücher? ▪ Jagdliche Praxis, ▪ Jagdhunde, ▪ Naturschutz, ▪ Federwild, ▪ Waffen und Munition, ▪ Land- und Waldbau, Wildhege, ▪ Wildkrankheiten, Versorgen und Verwerten von Wild, ▪ Haarwild. Man sieht schon: Der Name „Grünes Abitur“ kommt nicht von ungefähr. Heutzutage gibt es aber auch noch App-Unterstützung. So kann ich mir die Fragebögen der schriftlichen Prüfung (wie beim Führerschein) schon vorher zu Gemüte führen und lustig herumraten, welche Raubvögel wohl „Grifftöter“ und welche „Bißtöter“ sind. Das Schießen mit den Jagdwaffen sehe ich derzeit am entspanntesten - das hat bisher immer gut geklappt. Die Waffenhandhabung ist was anderes: So viele kleine Hebelchen und „Doppelzüngelstecher“ und der richtige Umgang damit - Neuland. Und die Prüfung scheint ein großer Rauswerfer zu sein … So, genug geschwafelt für den Einstieg. Mehr beim nächsten Mal.

P.S. Bißtöter sind die Falken (deshalb haben die auch den „Falkenzahn“ am Schnabel), und Grifftöter sind die anderen Raubvögel. Die töten ihre Beute mit ihren zupackenden Krallen.