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Letzter Tag in Kalifornien

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Heute war der letzte Tag mit der ganzen Familie in Kalifornien. Morgen fliegen Frau und Kind und übermorgen folge ich nach. Klingt merkwürdig, ist es auch. Die Familie war mit einer sogenannten “Familienheimfahrt” hier, und ich ziehe zurück nach Deutschland. Das sind für die Verwaltung völlig unterschiedliche Dinge, und im Ergebnis fliegt die Familie an zwei Tagen zurück. Gestern war der letzte Tag in Monterey, den wir eher unsexy verbracht haben: Die Scheffin hat die Wohnung tiefengereinigt, und ich war mit der Kleinen unterwegs, um noch kleine Dinge zu erledigen: Schweine füttern mit den letzten Lebensmittelresten, eine Karte vom MyMuseum in Monterey an eine Freundin weitergeben, noch ein paar DVDs bei der Library hinterlassen, und das Auto waschen, bevor mein Nachfolger seine Regentschaft übernimmt. Es war ein merkwürdiger Tag, mit Wohnungsübergabe an den landlord (Vermieter), Autoverkauf, und ein letztes Mal im California Pizza Kitchen essen gehen. Irgendwie war alles ein letztes Mal. Heute morgen ging es dann früh mit vielen Koffern von Monterey im Monterey Airbus (ein Shuttle) nach San Francisco, mit kurzem Stop in San José. In San Francisco waren wir zu früh, um schon einchecken zu können. Also haben wir unser Gepäck dagelassen, und sind mit der Bahn in die Stadt gefahren, Richtung Norden, Fisherman’s Wharf. Die Bahn brauchte ewig, und von Embarcadero Station latscht man ewig, bis man zu den touristischen Hotspots kommt. Irgendwann waren wir dann an Pier 37, eine riesige Touristenmeile, aber mit einer Besonderheit: ein wunderschönes klassisches Kinderkarussell. Das war das Ziel. Rosa ist also drei Mal im Kreis gefahren, während Mama und Papa in der Sonne schwitzten. Mittagessen im IHOP (International House of Pancakes), bei dem Rosa nur die Sahne und Schokokrümel von ihrem Pancake herunterfutterte. Der Rückweg gestaltete sich etwas abenteuerlich: zuerst warten auf die Bahn, die dann rammelvoll ankam, so daß wir uns kurzerhand entschlossen, zu Fuß zum Embarcadero zu gehen. Aber dann: Fahrrad-Rikscha! Gute Idee! Kleinen Highlight zum Abschluss in San Francisco. Dann waren wir in der falschen Bahn, und lernten auch noch auf die harte Tour, daß für den Preis der Fahrkarte nicht die Entfernung, sondern die Anziehungskraft entscheidend ist. Wir hatten für Millbrae gelöst, und waren eine Station früher ausgestiegen, nämlich San Francisco International Airport. Als wir durch die Schleuse wollten, ging sie nicht auf, sondern eine Sirene an, die verkündete: Nachzahlen! Aber bitte nur in Bar, und nur so, daß höchstens $4.95 Wechselgeld erforderlich sind. Da stehste da als dummer Tourist mit Deinen $20-Scheinen, wenn Du nur zwei $5-Scheine nutzen kannst. Aber eine freundliche Bahntante von BART (Bay Area Rapid Transit) half uns aus. Gelernt: Selbst in einer großen Stadt wie San Francisco ist man ohne Auto arm dran. Aber ein Sahnehäubchen kam zum Schluß doch noch: Als wir im Hotel eincheckten, erklärte uns der freundliche Rezeptionist, daß wir die Sieger einer Tageslotterie des Hotels seien und deshalb der Computer uns ohne Aufpreis in das beste Zimmer des Hotels eingebucht hat. Eine richtige Wohnung, mit Küche, Wohnzimmer, Essecke, riesigen Schränken, und zwei Balkonen. Feine Sache!