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Die politischen Midterms sind vorbei!

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Die midterm-Elections, also die Zwischenwahlen in den USA, sind nun vorbei. Das gesamte Repräsentantenhaus und ein Drittel des Senats wurden neu gewählt, dazu noch viele Gouverneure, also die “Präsidenten der Bundesstaaten”. Ich bin ganz froh, daß dieser ganze Zirkus vorbei ist. Im Gym (Gymnasium - Fitnessstudio) liefen immer vier Fernseher, zweimal ESPN mit Football und Baseball, einer mit FoxNews und einer mit CNN. Ich war froh, daß es die Sportsender gab, weil die politischen Sender unerträglich wurden. Eine einzige Schlammschlacht von links und rechts. Das erträgt man nicht auf Dauer, wenn man da auf dem Crosstrainer herumhampelt. Wie erwartet haben die Republikaner den Senat gehalten, aber das Repräsentantenhaus verloren. Damit ist der wall, also die Mauer nach Mexiko, für die nächsten zwei Jahre Geschichte, ebenso die Abschaffung des affordable care act, landläufig als Obamacare bekannt. Aber die Amtsenthebung des Präsidenten ist damit auch erledigt, weil dafür der Senat mit ⅔ Mehrheit zustimmen müßte. Damit ist die Zeit, in der Trump die Innenpolitik mit Gesetzeninitiativen bestimmen konnte, vorbei. Was bleibt einem Präsidenten, der in der Innenpolitik nur noch mit Blockaden rechnen kann? Die Außenpolitik. Wir können vermutlich erwarten, daß Trump sich nun vermehrt dem Ausland zuwenden wird. Und das verheißt wahrscheinlich nichts Gutes. Und diese Wahl ist auch ein Fingerzeig auf die nächste Präsidentschaftswahl. Ganz offensichtlich (siehe Wahlergebnis des Senats) gibts es starke Mehrheiten für Trump. Daß er die Wiederwahl in zwei Jahren verliert, ist keineswegs ausgemacht. Die Zeichen stehen so, daß die enorme Spaltung des Landes weitergehen wird. Es bräuchte einen Präsidenten, der die Nation nach Wahlen wieder vereint und auf den nationalen Mythos einschwört. Aber den gibt es nicht. Arme USA.